// fonds
Lesen...

Vor- und Nachteile von Fonds

Fonds seien sicherer als die reine Aktienanlage und außerdem von der Rendite her besser. Aber stimmt das wirklich? Und: Welche Vor- und Nachteile bieten Fonds gegenüber Aktien?

grafik thema fonds
Fonds: Vor- und Nachteile

Wer sich ernsthaft mit dem Aktienhandel beschäftigt, dem wird früher oder später empfohlen, doch in Fonds anzulegen. Fakt ist, dass Jahr für Jahr 80% der Fonds den jeweiligen Index nicht schlagen können. Das bedeutet, die Fonds schneiden in der Performance schlechter ab als wenn man einfach in einen Index investiert hätte, zum Beispiel durch die Direktanlage in Aktien, über einen Indexfonds oder durch Zertifikate. Warum sollte man also in Fonds investieren?

Richtig ist, dass durch Fonds eine gewisse Risikostreuung stattfindet. Da der Fonds in viele verschiedene Aktien oder sonstige Werte investiert, wirkt sich ein Totalverlust oder starker Rückgang einzelner Werte nicht so stark aus. Andererseits heißt das natürlich auch, dass Fonds meist nicht so stark ansteigen wie einzelne Werte, weil sie eben durch schlechte Wertpapiere gebremst werden.

Steuerlich haben Fonds einen kleinen Vorteil: die Umschichtungen innerhalb des Fonds sind für den Endanleger steuerfrei. Normalerweise wird bei jedem Wertpapierverkauf die Abgeltungssteuer fällig. Bei Fonds muss der Anleger diese jedoch nur bezahlen, wenn er seine Fondsanteile verkauft – nicht wenn der Fondsmanager einzelne Werte verkauft. Das kann sich positiv auf die Performance auswirken.

Fonds machen vor allem dann Sinn, wenn man in exotische oder enge Märkte investieren will. Da der Fondsmanager sich intensiv mit den Märkten und den Papieren beschäftigt, hat er meist einen sehr viel tieferen Einblick in den Markt, als man ihn sich selber schaffen könnte. So kann man gut vom Know-how des Fondsmanagers profitieren, ohne selbst zum Experten für diese Märkte werden zu müssen. Um gewisse Recherchen kommt man jedoch nicht herum. So sollte man sich in jedem Fall über die bisherige Performance des Fonds informieren, und zwar über mehrere Zeiträume (3, 5 und 10 Jahre). Nur ein Fonds, der auch in schlechten Zeiten gut gelaufen bzw. nur gering verloren hat, kommt überhaupt in Frage.

Für die meisten Anleger, die etwas Zeit und Muse haben, sich mit der Börse zu beschäftigen, ist eine Direktanlage in Aktien deutlich attraktiver. Durch viele Methoden (z.B. Stoppkurse und Money Management) kann man das Risiko auch bei volatileren Werten recht gut begrenzen. So spart man sich nebenbei auch die Fondsgebühr, die einen Teil der Performance des Fonds auffrisst.

Anzeige:
S Broker - Einfach handeln!
s-broker depot
Jetzt Informieren! >>